Dienstag, September 20, 2011
TriStar 111 Split Part 3
Das die 10km Laufstrecke bei Hitze mir entgegen kommen wusste ich, schließlich hatte auch Adi in unseren üblichen und mir so wichtigen Wettkampfbesprechungstelefonat zu mir gesagt: "Es zählt Kraftausdauer, Erfahrung, mentale Stärke und wenn du leidest leiden die anderen mit Sicherheit auch!" Nach der wieder langen Wechselzone und einen guten Wechsel ging es gleich nach ein paar hundert Meter eine schmale Gasse hoch wo kurz drauf etliche Stiegen zu bewältigen waren. Gut das ich mir die Laufstrecke nicht angeschaut hatte, ich erinnerte mich lediglich etwas an das Höhenprofil ca. 3km Bergauf dann runter und dann wieder 3km rauf und dann ab ins Ziel, also ganz easy. Meine Beine fühlten sich erstaunlich gut an und Stiegenlaufen lag mir immer schon (war mal Junioren Gewinner beim Donauturm-Treppenlauf mit 777 Stufen). Erst bei der Wende gab es eine Labestelle und ein kurzes Pendelstück auf dem ich sehen konnte wo sich meine Verfolger befanden. Aber am liebsten wäre ich wie in Podo ganz ohne Info und Zeitrückstande gerannt, einfach nur nach meinen Gefühl! Im Gegensatz zu Podo meinte Adi darf es auf den 10km schon mehr weh tun und ja das tat es auch, zwar waren die Beine ganz gut, aber wie bei Sprinttriathlons hatte ich vermehrt mit der Sauerstoffversorgung zu kämpfen, aber wenn man dann auch noch Spaß an der Quälerei hat dann ist man verdampft gut unterwegs! So rannte ich bewusst Schritt für Schritt dem Ziel entgegen und vergaß sogar meine Laufverletzung die mich fast die heurige Saison gekostet hätte. Und so kam ich dann auch zu dem wunderschönen Zielkanal, gesäumt von Palmen am Hafen von Split und konnte meinen Erfolg fast nicht fassen. Ich sprang wie in Sardinien mit den Händen in der Höhe durch den Zielbogen, nur diesmal als Gewinner, aber vor allem als Sieger über mich selbst wie in Podo! Dann Suchte ich nach Sandra und Maximilian und umarmte Sie. Nach den Interviews und Fotos merkte ich das ich meine rechte Hand nicht mehr heben konnten, aber wie kann das sein ich bin ja eben erst durchs Ziel gesprungen? Alles ist möglich!
Andi Fuchs
Ein Krieger steht nicht für Perfektion, Sieg oder Unverwundbarkeit, er steht für absolute Verwundbarkeit -
das ist die wahre Tapferkeit!
See you 2012das ist die wahre Tapferkeit!
Andi Fuchs


