Montag, Juli 11, 2011

einfach Roth!?

Ich muss gestehen das mich die Ergebnisliste vom diesjährigen Ironman Austria anfangs doch verunsichert hat, bevor ich mich wieder drauf besinnte meinen eigenen Weg zu gehen oder wie Felix Gottwald sagt sich nicht von dem "Außen" beeinflussen zu lassen.

So hab ich mich am Mittwoch auf den Weg ins Bayrische Roth gemacht, ca. 5 Autostunden entfernt. Über den Veranstalter Felix Walchshöfer hab ich einen Homestay bei der unglaublich netten Familie Macher vermittelt bekommen, bei denen ich mich ganz herzlich für die perfekte Rundumversorgung bedanken möchte! Am Donnerstag Vormittag musste ich wie alle Profis zur Dopingkontrolle mittels Blutabnahme um am Sonntag starten zu dürfen. Anschließend war gleich die Pro Wettkampfbesprechung und dann die Pressekonferenz, bei der ein Video über 10 Jahre Challenge Roth gezeigt wurde bei dem mir nicht nur fast die Tränen gekommen sind, ja Roth ist wirklich anders.

Am Sonntag um 6:30 fiel pünktlich der Startschuss zum Schwimmen der 1. Startwelle am Rain-Main-Donaukanal. Die Schwimmstrecke ist einfach perfekt und mit so vielen guten Schwimmern im Wasser war das Tempo und wohl auch der Sog einfach unglaublich das ich erstmals eine 51er Zeit schwimmen konnte. Somit konnte ich endlich mal auch im 3,8km Wettkampf zeigen das ich mich im Schwimmen weiterentwickelt hab. Der erste Wechsel verlief nicht ganz optimal aber am Rad konnte ich von beginn an ordentlich drücken. Nach nur wenigen km überholte ich Chrissie Wellignton und schloss beim Anstieg auf den unglaublichen Solaraberg auf die erste Gruppe mit Lothar Leder auf. Aber ausruhen im legalen Windschatten kommt für mich nicht in Frage, so bin ich gleich in Führung von einer etwa 10 Mann Gruppe gegangen von denen ich mich aber auch nicht beirren ließ und weiter mein eigenen Tempo fuhr. Obwohl die Durchschnittwatt doch deutlich höher als geplant und höher als bei meinen Sieg in Podersdorf 2010 waren fühlte ich mich sehr gut. Die Radstrecke ist einfach nur der Wahnsinn und das bei der Zuschauermenge. Leider sind in der 2. Runde dann doch deutlich mehr Teilnehmer auf der Strecke und so fuhr ich oft auf der linken Fahrbahn, weil einfach nicht ausreichen Platz war, und so muss man noch konzentrierter Fahren, aber auch das meisterte ich. Als 6er mit der 4. besten Radzeit wechselte ich diesmal schnell zum Laufen. Auf den ersten Kilometern fühlten sich meine Beine richtig gut an und so war ich optimistisch mein angeschlagenen Tempo auch durchziehen zu könne. Aber leider nur bis etwa km 12 lief es rund, dann musste ich schon beißen, etwas führ, wohl zu früh. Warum ich nicht wie geplant einen annähernd 3 Stunden Marathon laufen konnte muss ich noch genauer analysieren, aber neben der Hitze die mir ordentlich zu schaffen machte, hatte ich die letzten 3 Wochen auch kein Lauftraining (bis auf die 10km Wettkampf in Kobenz wo ich gewann), da eine Beinhautentzündung Ruhe für den heuten Tag verlangte, was auch gut so war denn heute konnte ich schmerzfrei, zumindest was die Beinhaut betraf laufen. Weiter Gründe dürften auch darin liegen das ich durch meine Allergie im Fürhjahr und meinen beruflichen Aufenthalt in Solwenien einfach zu wenig in der Vorbereitung gerannt bin und es am ende etwas übertrieben hab was sich durch die Verletzung äußerte. Aber was soll´s ich hatte heute eines meiner besten Rennen und mit der 2. schnellsten persönlichen Zeit von 8:40 auch ein recht schnelles obwohl ich 3:20 für den Marathon gebraucht hab, wobei ich wirklich Stolz und zufrieden bin das ich das noch so ins Ziel gebracht hab. Denn so gekämpft wie heute hab ich noch selten und das ist ja das wichtigste, das ich mir nachher nicht vorwerfen muss nicht alles gegeben zu haben.

Das Rennen in Roth muss man als Triathlet einfach mal gemacht haben, auch wenn es nicht so schnell ist wie man glauben mag, denn vor allem die Laufstrecke ist wirklich hart mit viel Schotter, einigen Anstiegen und schon gar nicht zu kurz! Aber die Stimmung ist einfach unglaublich hier im wohl Triathlon verrücktesten Fleck Europas.

So nun bin ich aber richtig erledigt, aber irgendwie werde ich schon wieder einen Weg finden um am 27. August erneut in Topform am Start zu meiner 2. Titelverteidigung in Podersdorf zu stehen, an Motivation fehlt es mir jedenfalls nicht und so wie ich heute drauf war bin ich optimistisch meine Leistung vom Vorjahr wieder verbessern zu können.

Und so heißt es dann in 8 Wochen wieder Feuer Frei!!!


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